Donnerstag, 19. Oktober 2017

Letzte schöne Tage ...

Die vorerst letzten schönen Tage sind angebrochen, Sonntag soll es regnen. Aber das glaube ich erst, wenn es soweit ist. Man kann jedem Tag viel Schönes abgewinnen!
Der Kater jault, er glaubt, er könne ewig raus, doch das geht nicht. Die Sonne scheint in den Flur und ich habe bei 8 Grad draußen gefrühstückt- es war mir einfach so danach.
 Draußen ist es einfach unbeschreiblich schön, wir haben weiter geschreddert und trotzdem ist der ganze Garten noch bunt - Geranium fängt erneut an zu blühen. Vor vielen Jahren hatten wir Frost und ich verlor alle hohen Euphorbien. Um so mehr freute ich mich, als sich in diesem Jahr ein Samen entschloss, im Schotter am Haus zu keimen. Und ausgerechnet diese Sorte, es muss ein Kind von 'Gründauer Dreh' sein, die Blätter sind gedreht. Herrlich!
 Auf der Terasse feuerrot der selbstgezogene Holunder mit Verbena bonariensis.

 Immer im Dienst, und darum wird an Werkzeug und Handschuhen bei uns auch nicht gespart!
 Lis, das Plattährengras ist von dir!
 Hier handelt es sich nicht, wie kürzlichvermutet, um ein Weinblatt, sondern um das Blatt eines Geraniums, verschönt mit einem Asternsämling!
 Auch hinten wächst - wenn auch nur noch bescheiden - Aster pansus 'Snowflurry'.  Durch wechselnde Lichtverhältnisse ändern sich auch die Pflanzen. Das Geranium, das dort steht, geht rückwärts. Dafür ist eine niedere Aster erschienen, die aber nicht blüht - trotz Ansatz. Sie wird versetzt.
 Kletterhortensie
 Fo Tieng immer noch schön grün

 Geliehene Landschaft, wie eine Gartenkollegin es kürzlich nannte ...
Fraser ist neugierig, immer! Nix zu fressen drin.
Hier mal ein Vergleich: Ich hatte neue Pflanzen bestellt. Oben seht ihr den Unterschied zwischen Aster pansus 'Blauer Mond' links und Aster ericoides 'Yvette Richardsen', die Myrtenaster. Es handelt sich um die gleiche Art, man hat mal wieder umbenannt. Ich weigere mich, das anzuerkennen. Hätte ich zuvor gewußt, wie ähnlich sie sind, hätte ich sie nicht gekauft. Nun hab ich sie halt.
 Aster pansus 'Blauer Mond' - eine Pflanze
 Links Aster cordifolius 'Little Carlow', rechts 'Blauer Mond', jeweils nur eine Pflanze
Und hier die Yvette, die noch im Parkbeet sitzt, weil der Platz erst im Frühling besetzt wird.

Ich hoffe, euch nicht gelangweilt zu haben, weil ich denke, es ist nicht jedermanns Sache, sich näher damit zu befassen.
Draußen scheint die Sonne, das Laub wird roter und ich geh dann bald raus.

Montag, 16. Oktober 2017

Heute mal die stilleren Momente ...

 Versprochen hatte ich die stilleren Bilder, da sind sie! Im Garten besticht auch das Laub in seinen verschiedenen Farben.
Diese Wanne werde ich im Frühling nebst anderen wieder ausräumen dürfen, es muss geteilt werden.
 Auch Sedum telephium 'Herbstfreude' macht wirklich im Herbst viel Freude *kicher*, kleines Wortspiel! Oben drüber hängt das unausrottbare Geranium 'Tiny Monster', ein Monster im wahrsten Sinne. Oft ausgegraben, weil es irgendwann alles zudeckt, ist es doch immer wieder da. Seine Wurzeln bluten rot und sind stark dick.
 Ja sieh mal da, der Zwerg ist immer noch da!

 Dies ist der zweite neue Asternsämling, den ich euch vorstellen möchte. Er hat ein unglaublich dickes gelborange Auge und hat es mir angetan. Er bleibt.
 Leider - und das ärgert mich - blühen zwei Helleborus orientalis, beide weiß. Und einer an so exponierter Stelle, dass ich im Frühling mit ihm gerechnet habe. Nun wird es wohl nicht stattfinden.
 Prächtig! Mein ganzer Stolz! Aus Schottland habe ich mir ja noch zwei neue mitgebracht. Dann sind es vier.

 Emil auf der Wacht - er sieht zu, dass er Fraser die Mäuse klauen kann!


 Brunnera macrophylla 'Jack Frost' ist die Beste, definitiv. Ich habe alles ausprobiert, was mir vor die Nase kam, aber sie ist ein echter Knaller und samt sich munter aus, nicht sortenecht, versteht sich. Mein Computer nervt mich mal wieder heute, die Buchstaben hinken dem Tippen hinterher!
 Im vorderen Garten ist es ganz lila, demnächst noch mehr Bilder. Hier blüht Aster cordifolius ' Little Carlow', die blaue Waldaster.
 Als wir zurückkamen, blühten die Phygelius wie blöd erneut. Hoffentlich kommt wenigstens eine über den Winter.

 Samstag haben wir geschreddert, die meisten hohen Stauden sind weg, auch diese hier. Bis zum Frühling können wir nicht warten, zu nass der Boden, zu viel Arbeit auf einmal. Das Niedere bleibt.
 Nochmal little Carlow
 Die drei neuen Farne sowie die weißen Herbstalpenveilchen (Cyclamen hederifolium 'album') sind geerdet. Das Unkraut wurde weitgehend eliminiert. Durch die vielen Regengüsse ist es während unserer Abwesenheit explodiert.
Aster pansus 'Snowflurry' (leider schon wieder umbenannt, ich weigere mich aber, das zu akzeptieren. Ich bekomme auch nicht ständig neue Namen) hat sich prächtig entwickelt. Leider hat Stipa 'Ponytails' (auch schon wieder umbenannt) sich so ausgesamt, dass es zwischen die Semps gefallen und aufgegangen ist. Ich werde es wieder rausmachen, das geht nicht. War ja auch blöd, es dorthin zu setzen. Alles was noch mehr Arbeit macht, darf gehen!

In diesem Sinne
Frohes Schaffen

Sigrun


Freitag, 13. Oktober 2017

Bunter Herbst im Garten - schönes Wochenende!

Noch immer ist es ziemlich bunt bei uns, doch es gibt auch stille Ecken, über die berichte ich ein anderes Mal. Durch die Umgestaltung gehen viele Stauden zurück oder werden verschenkt, doch behalte ich mir immer einen schönen Sonnenplatz. Die Aster oben ist ein Sämling, der sich mittlerweile schon mehrfach ausgesamt hat - und alle sind verschieden in ihrer Lilatönung und im gelben Auge.
 Eine letzte Phloxblüte
 Aster dumosus 'Professor Kippenberg' und Persicaria 'Dikke Floskes', schöne rosarote Blütenklöpse
 Fo Tieng ist noch immer ansehnlich im Zinkkochtopf

Die neuen Stauden sind da, 14 Stück. Ein Teil ist gepflanzt, der Rest überwintert im Hochbeet. Optische Täuschung: Dies ist kein Beet, alles sitzt in großen Körben. Die zwei Astern sind neu!

Euch wünsche ich ein schönes Wochenende! Es soll ganz toll werden! Und es gibt viel zu tun. Hecke schneiden, schnippeln, krauten, vielleicht schreddern.

Sigrun

Ups - Freitag, der Dreizehnte!

Mittwoch, 11. Oktober 2017

Das war mein September 2017

 In meinen Ordnern befinden sich noch die Bilder vom diesjährigen September, jedenfalls von der ersten Hälfte, den Rest des Septembers in unserem Garten hat nur die Nachbarin erlebt, die gegossen hat. Ich möchte euch ein paar Impressionen zeigen.
 Noch nie wurde in unserem Garten so viel gegraben wie in diesem Jahr. Kaum ein Beet blieb verschont. Es war ein behutsamer Eingriff, mehr oder weniger. Pflanzen wechselten die Besitzerin oder wanderten in die Tonne.
 Den Hostabestand habe ich erheblich reduziert. Ich bin es leid, ständig die Töpfe teilen zu müssen, damit sie in die Reihen passen. Nun dürfen sie munter weiterwachsen, alle anderen wohnen nun bei meiner Nachbarin oder bei Freunden. Alle haben sich gefreut. Ich kann von meinem Mann nicht verlangen, was ich selbst nicht leisten kann.


Besondere Freude hat mir in diesem Jahr wieder das Helenium gemacht, all die Sorten - sie leuchten wie Feuer.
 Heute Mittag kommen die bestellten Stauden, am Wochenende werden sie eingegraben. Dann geht die Schnippelei und das Schreddern weiter. Wir räumen im Herbst ja die hohen Stauden auf, erstens verfault alles über den sehr nassen Winter am Wald und im Frühling würden wir es nicht schaffen. Die Farne sind eingegraben.
Für die andere Sigrun hier noch eine Bemerkung: Die Pflanzen aus GB sind sehr empfindlich, nicht alle wollen hier wachsen, weil sie ihre eigene Kinderstube in einem anderen Klima erlebt haben. Mein letztjähriger und teuerster Farn kam nicht über den Winter, ich bin deswegen sehr stinkig, aber es ist meine eigene Schuld.
Und mein Auto war nicht gefüllt mit Pflanzen, da gibt es andere Dinge, die ich bunkere *kicher*.

Sonntag, 8. Oktober 2017

Einsichten und Aussichten - Schottland ♥

Guten Morgen, da bin ich wieder! Vor dem Urlaub meinte Mr. W., dass dies ein ganz besonderer Urlaub werden würde. Da hatte er wohl recht, das wurde er. In vielerlei Hinsicht. Ganz gegen meine Gewohnheit habe ich fast nur mit dem Handy fotografiert, es war so entspannt. Die Kamera hab ich gerade zweimal für einen Garten ausgepackt. Natürlich leidet die Qualität der Bilder darunter, das war mir allerdings wurscht. Wir begegneten am *Queensview* Queen Viktoria mit ihrem Diener (das ist die, die den deutschen Albert geheiratet hat, ihr wißt es). Und ich habe weniger Bilder gemacht als sonst, ein Novum.
 In den Cairngorms fanden wir diesen wundervollen See, Ruderboote lagen am Rand, das Wasser strahlend blau (nur mal für die, die sagen, in Schottland regnet es immer). ;) Lange stand ich da (dies bin ich nicht) und schaute aufs Wasser. Wir fuhren bis ganz oben auf die Berge und schauten rundherum (Wandern kann ich nicht).
 Wir fühlten uns so klein im Angesicht dieser Größe der Landschaft, so unbedeutend sind da die Menschen.
 Mittlerweile habe ich alle Bilder sortiert und in Ordner gepackt, sehr beruhigend, man vergißt schnell, wie die Orte hießen.
 In Fort Augustus sahen wir dem Schleusen am Caladonian Channel zu. War das toll! Ich glaube, wir haben dort sehr viel fotografiert. Männe suchte gleich das Gespräch mit den Schleusern und den Preis für ein Boot erfuhren wir auch.
 Eines meiner größten Erlebnisse war ein Friedhof. Wir fanden ihn, als wir auf der touristenabgewandten Seite des Loch Ness entlang fuhren. Die Straßen sind oft sehr schmal, Singletrackroads mit Ausweichbuchten. Man konnte dort parken, Mr. W. wollte nicht mit. Und ich vergaß die Zeit auf dem Friedhof. Der Blick auf das Loch Ness war phänomenal.Purer Friede breitete sich in mir aus.

Die Route 500 auf der linken Seite fuhren wir entlang, bis es dunkel wurde, wir mußten ja auch zurück zum Haus.
Holz hatten wir immer vor der Hütte.
In Lossiemouth saßen wir in der Sonne am Strand auf einer Bank und sahen zu, wie das Wasser kam. Hinter uns der Golfplatz - so erholsam.
Elgin empfing uns mit einer Militärschau. Die Briten machen oft Werbung fürs Militär. Stolz trugen die Schottischen Soldaten auch ihre Kilts, was den Nationalstolz betrifft, täte es uns Deutschen gut, auch mehr davon zu zeigen.
Wir gingen am River Ness entlang ...
und blickten andererorts in Destillen.
Schon vom ersten Tag an füllte ich das Auto mit Goodies, Mr. W. fand es toll, dass ich kein Dinnerservice kaufte! *gacker*
Herbstalpenveilchen und div. Pflanzen wechselten den Besitzer und sitzen seit gestern in unserem Garten.
Gardencenter

Ich schlief in sieben verschiedenen Betten, mein Rücken war not amused, ich auch nicht - aber wenn man etwas Neues sehen will, muss das sein. In Schottland liegen nun überall die Strohballen, das Getreide ist geerntet. Dieses Bild ist für mich ein Sehnsuchtsbild, ich sehe es im Geist so oft. Meine Freundin auch. Wir trafen uns in Aberdeen und machten zu fünft einen Ausflug (sie sind mit Bus und Bahn unterwegs). Es war ein so schöner Tag!
Jetzt ist erstmal Heimat angesagt, die Katzen sind froh, dass wir wieder da sind und wir arbeiten die Erlebnisse auf, das wird lange dauern.